Stillstand in allen Verhandlungspunkten. Die Arbeitgeber haben auch in der 2. Runde für den ÖD von Bund und Kommunen kein Angebot vorgelegt. Das ist ein klares Signal für die Beschäftigten in Betrieben und Verwaltungen.
weiterführende Links: - Sendung vom 13.01.2010
- ver.di Berichterstattung
- Bild Zeitung: Warnstreiks in Kliniken, Kitas und im Nahverkehr ab Mittwoch
Sendungen mit weiterführende Beiträgen:
Vor Ort: 1. Runde ÖD Bund und Kommunen
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Herr Petzold!
Eine Frechheit ist, wenn ein Ruhestandsbeamter noch immer in dem Glauben lebt, seine Versorgungsbezüge sind von Dienstherrengnaden zustande gekommen. Wer hat die Bezüge der Beamtenschaft erstritten? Das waren nicht irgendwelche Standesorganisationen mit ihrem kollektivem Betteln! Das waren wir GewerkschafterInnen, die Tarifbeschäftigten und auch BeamtInnen der DGB-Gewrkschaften! Viele beamtete Beschäftigte haben sich oft hinter "ihrem" Streikverbot versteckt. Uns sogar nochbei unseren Streikaktionen belächelt ! Die von uns verhandelten und durchgesetzten Tarifergebnisse wurden immer in mehr oder weniger großem Umfang vom Gesetzgeber in die Besoldungsstabellen und somit in die Versorgungtsbezüge übernommen. Aber der Mitnahmeeffekt von unseren Errungenschaften ist bei NichtgewerkschafterInnen im Tarifbereich leider auch sehr stark ausgeprägt.
Nachdem sich schon einige über die schlimmen Gewerkschaften ausgelassen haben ist es an der Zeit mal nachzufragen, wer für die Wirtschaftskrise verantwortlich ist. Und wer das Ganze bezahlt. Also warum Zurückhaltung? Es regen sich viel zu wenige darüber auf, dass Unternehmenssteuern zurück gefahren werden. Dass die Kommunen deshalb immer weniger Geld haben. Wenn der Arbeitende Mensch nichts mehr wert ist, dann kann man Zurückhaltung üben. Aber das wird hoffentlich noch lange dauern, bis es so weit ist.
Die Forderung ist mehr als berechtigt. In sehr sehr vielen Bereichen der Wirtschaft hat es Lohnerhöhungen gegeben und mir als öffentlich Beschäftigter wird überhaupt nicht klar, warum ich den Staatshaushalt gleich 2x sanieren soll. Andere finanzieren den Staatshaushalt nur über Steuern und ich soll, nur weil öffentlich Bedienster, Steuererhöungen hinnehmen und gleichzeitig Gehaltskürzung oder Stillstand? Ich arbeite im öffentlichen Dienst bei einem Staatsunternehmen, das voll im Wettbewerb steht, steuern zahlt und schwarze rekordergebnisse Abliefert. Da ist Lohnzurückhaltung der völlig falsche Weg.
Hallo Ihr 3, die Ihr so vehement gegen eine Tariferhöhung im öffentlichen Dienst seid. Seid Ihr verkappte Vertreter der Arbeitgeberseite oder nur einfach mißgünstig.
Warum kommt Euch nicht in den Sinn, daß ohne die geforderte Kaufkrafterhöhung kein einziger Arbeitsplatz in der Industrie gerettet werden kann, daß ohne die Übernahme der Auszubildenden, diese direkt beim Sozialamt landen.
Aber das muss Euch ja nicht interressieren.
Und zum Vergleich, der TARIFABSCHLUSS GesamtMetall 2009 lag bei 4,2% über 18 Monate.
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben ein Forderungspaket aus qualitativen und quantitativen Elementen im Gesamtvolumen von 5 Prozent beschlossen.
Die Arbeitgeber lehnen eine Regelung zur tariflichen Altersteilzeit als Beschäftigungsbrücke – verbunden mit einer verbindlichen Übernahme von Auszubildenden – ab. Dabei suchen sie jetzt schon Hände ringend nach Technikern usw. Vorausschauend ist das nicht. Und sie verschweigen, dass sie sich Leute mit Zulagen gegenseitig abspenstig machen.
Die Arbeitgeber mauern. Zum Beispeil verweigern sie die Wiedereinführung von Aufstiegsmöglichkeiten. Diese sogenannten Bewährungsaufstiege waren mit der Einführung des TVöD 2005 ausgesetzt worden, allerdings mit der Maßgabe, dass innerhalb von zwei Jahren zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften eine neue Entgeltordnung verabredet wird. Dies ist bisher nicht geschehen. Es geht nicht an, dass die Arbeitgeber einseitige Vorteile aus diesem Zeitverzug ziehen.
Also ich muss schon sagen, dass es ein starkes Stück ist, in der jetzigen Zeit wo die Industrie Kurzarbeit macht, im ÖD noch mehr Lohn zu fordern. Jetzt wo jeder verzichten lernen muss und etliche wieder auf der Straße stehen. Jetzt wo sich wieder jeder aufregt, dass Steuern aus dem Fenstergeschmissen werden.
Jetzt mit Lohnforderungen zu kommen ist grundsätzlich der falsche Zeitpunkt. Lieber Herr Bsirske, wenn Sie Geld brauchen, dann suchen Sie sich einen Nebenjob, aber sorgen Sie nicht noch dafür, dass Mehrausgaben produziert werden. Danke.
Warum schikaniert Verdi wieder einmal die Bevölkerung, nur weil man sich mit der Verwaltung nicht einigen kann? Lasst die Dienstwagenfahrer streiken, und die Sekretärinnen in der Verwaltung, aber lasst Euren Zorn überr die Verwaltung nicht an der unschuldigen Bevölkerung aus!
Ich finde diesen Streik und diese Forderung der Gewerkschaft eine bodenlose Unverschämtheit. In dieser wirtschaftlichen Situation 5% zu fordern ist eine Frechheit. Der öffentliche Dienst hat schliesslich sichere Arbeitsplätze. Übrigens, ich bin Beamter im Ruhestand
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